SPD und CDU – im Machterhalt vereint

Wer die Großen verstehen will, muss sich die Kleinen anschauen. In der Hamburg-Harburger Politik werden die Laiendarsteller der SPD derzeit vom Ensemble der CDU unterstützt. Gegeben wird eine tragische Komödie namens „Der Machterhalt“ oder „Gewachsene Strukturen dürfen nicht aufbrechen“.

Bereits am 06. Juni berichtete ich hier über die ersten Proben des aktuellen Possenspiels. Nun scheint sich der Vorhang zum zweiten Akt zu öffnen und auch die Amateurtruppe der lokalen CDU betritt die Bühne.

Ralf-Dieter Fischer, alter und neuer Harburger Fraktionschef der CDU, machte klar, dass er sich nicht vorstellen könne, „dass die CDU mit einem mafiösen Zirkel koaliert, wie er derzeit in der SPD agiert“. 

schreibt das Hamburger Abendblatt. Was bedeutet in diesem Zusammenhang der Begriff mafiöser Zirkel? Ist es ein Begriff für den Skandal, dass es bei der anstehenden Wahl zum Fraktionschef mehr als einen Kandidaten geben könnte? Das vor der Wahl zum Fraktionschef noch nicht klar ist, wer dies sein wird? Mal ehrlich liebe CDU, das kennt der Wähler doch auch von Bundestagswahlen: Wenn z.B. die SPD mit dem Versprechen „Mit uns wird es keine große Koalition geben“ die Wähler an die Urnen lockt, um dann anschließend unter der Kittelschürze der „schwäbischen Hausfrau“ schlüpft. Warum hält die CDU nicht – bis nach der SPD-internen Wahl – den Ball flach? Oder unterstützt gar das Modell „Auswahl“ bei der Wahl zum Fraktionsvorsitzenden innerhalb der Schwesterpartei SPD?

Im Moment sieht die Situation – insbesondere nach diesem Bericht im Abendblatt – nicht so aus, als wenn es um „roten Filz“ gehen würde. Vielmehr scheint es einen realexistierenden Rot-Schwarzen Filz zu geben. Und dann wundern sich diese „Politiker“ darüber, dass der Bürger politik- und wahlverdrossen wird?

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